Foto: Leipzig – Sportbad an der Elster

Sportbad an der Elster

Antonienstraße 8 | Ortsteil: Plagwitz
Inhalt des Beitrags
Audiobeitrag: Sportbad an der Elster

Das Kunstwerk Die Schwimmerin posiert etwas verloren auf dem Platz neben dem Eingang. Der Leipziger Bildhauer Klaus Schwabe hat die Bronzestatue 1975 erschaffen. Damals lädt noch die alte Volksschwimmhalle zum Badevergnügen an den Schleußiger Weg ein. Wer sich heute in der modernen Halle am Beckenrand eine Verschnaufpause gönnt, kann durch die Glasfront des Fensters auf viel Grün gucken. Dahinter verläuft ein Arm der Weißen Elster. Jener Fluss gibt Leipzigs beliebtestem Schwimmbad seinen Namen.

Jahr für Jahr erreicht das Sportbad an der Elster Platz eins bei den Besucherzahlen. Im Becken können Schwimmer auf acht 50-Meter-Bahnen trainieren. Ein Flachwasserbecken mit bis zu 1,35 Meter Wassertiefe bietet gute Voraussetzungen für Wassergymnastik, Kinderschwimmen sowie für das Badevergnügen von Familien mit Kindern. Anders als die Grünauer Welle sowie die Sachsen-Therme in Paunsdorf ist das Elster-Bad aber mehr ein Sport- als Freizeitbad. Rutschen gibt es hier nicht. Das Sportbad bietet vielen Vereinen ein Domizil zum Trainieren, ist sowohl für den Schulsport als auch fürs öffentliche Badevergnügen geöffnet. Angeboten werden Aqua-Fitnesskurse für Schwangere, Senioren und andere Interessierte.

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Fotogalerie - Sportbad an der Elster

Architekt setzt auf durchgängige Glasfront


Gebaut wird Leipzigs größte Schwimmhalle nach Plänen des Architekten
Klaus Schmitz-Gielsdorf vom städtischen Hochbauamt. Er entwirft einen ebenso interessanten wie funktionalen Bau für die verschiedenen Bedürfnisse. Der Kubus ist in zwei Flügel getrennt. In der Mitte führt eine Freitreppe zum Eingangsbereich.

Im Ostflügel ist die eigentliche Schwimmhalle zu finden. Dabei ist das Erdgeschoss der Ostfassade hinter einem eigens aufgeschütteten Erdhügel versteckt. Der Hügel fällt zum Fluss hin ab. Von außen sichtbar hinter der durchgängigen Glasfront ist daher nur der öffentliche Bereich, in dem sich neben dem Schwimmbecken auch das separate Flachwasserbecken befindet. Wasserfläche und Wiese auf dem Erdhügel sind quasi auf einer Höhe.

Im Westflügel ist ebenerdig der Saunabereich, der aus Dampf-, Bio- und finnischer Sauna besteht, untergebracht. Dahinter schließt sich der Bereich für die Gebäudetechnik und die Wasseraufbereitung an. Im Geschoss darüber sind die Umkleide- und Sanitärräume sowie die Büros für die Mitarbeiter der Sportbäder Leipzig zu finden. Die Firma gehört zur Leipziger Gruppe und betreibt Leipzigs Schwimmhallen und Freibäder als Tochter der Wasserwerke im Auftrag der Stadt Leipzig.

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Neugierige können Betrieb im Schwimmbad beobachten


Eine vorgelagerte Freitreppe führt die Gäste zum Eingang in die Schwimmhalle. Im Eingangsbereich gibt es einen Aufenthaltsraum, von dem Neugierige durch vollverglaste Wände das Treiben in den Becken beobachten können. Hier warten Eltern beispielsweise auf ihre Kinder und gönnen sich einen Kaffee. Es gibt aber auch einen Aufzug für den barrierefreien Zugang. Damit Menschen mit Mobilitätseinschränkung schwimmen gehen können, steht am Becken ein Pool-Lift bereit. Eine Holzdecke in der Halle sorgt für gute Akustik.

Die Bädertechnik, darunter riesige Kohle- und Sandfilter, kann über den Hintereingang gewartet werden. Die Halle erhält insgesamt viel natürliches Licht – eine Ausnahme bildet die Nordseite, auf der sich angrenzend Wohngebäude befinden. Mit der Glasfassade hat Schmitz-Gielsdorf auch die typische Glasfront aufgegriffen, die bei den DDR-Volksschwimmhallen vom Typ Anklam üblich war. Leipzig hatte einst neun dieser Volksschwimmhallen, die von 1968 bis 1971 entstanden. Auslöser hierfür sind das 5. Deutsche Turn- und Sportfest sowie der 20. DDR-Geburtstag im Jahr 1969. Sechs dieser Schwimmhallen, inzwischen modernisiert, sind noch in Betrieb. Die 1971 in der Antonienstraße eröffnete Halle musste nach einem Stadtratsbeschluss vom Juni 2004 schließen. Der Neubau öffnete nach einer Bauzeit von rund 22 Monaten im März 2008.

Umschlossen ist das Gebäude von einem Zaun. Das wirkt zwar optisch wie ein Hindernis, verhindert aber auch das Besprühen mit Graffiti. Vor dem Gebäude gibt es Fahrradbügel und Autostellplätze, die öfters voll sind. Das Sportbad an der Elster ist eben sehr beliebt.

Stand: 08.03.2024

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Historisches Bildmaterial - Sportbad an der Elster

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