Der RasenBallsport Leipzig e.V. gehört zu den besten Fußballvereinen Deutschlands. Gegründet wurde der Verein am 19. Mai 2009 aufgrund der Initiative der Red Bull GmbH, als er das Startrecht des SSV Markranstädt in der Oberliga Nordost übernahm. Gleich in der ersten Saison schaffte das Team mit zahlreichen bundesligaerfahrenen Profis wie Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener oder Sven Neuhaus unter Trainer Tino Vogel souverän den Aufstieg in die Regionalliga.
2013: Aufstieg in die 3. Liga
Nach drei Jahren in der Regionalliga stieg RB Leipzig im Frühjahr 2013 in die 3. Liga auf. Unter Trainer Alexander Zorniger setzte sich das Team in der Aufstiegs-Relegation gegen die Sportfreunde Lotte durch und schaffte damit endgültig den Sprung in den Profi-Fußball. Vor der Aufstiegssaison war Ralf Rangnick als Sportdirektor verpflichtet worden. Dieser hatte nicht nur Alexander Zorniger unter Vertrag genommen, sondern auch das Team erfolgreich umgebaut. Unter anderem überzeugte er Dominik Kaiser von einem Wechsel aus Hoffenheim nach Leipzig. Nach einem Jahr in der dritten Liga schafften „die Roten Bullen“ den Durchmarsch in die Zweite Bundesliga.
2016: Aufstieg in die Bundesliga
Nach zwei Jahren in der Zweiten Bundesliga gelang den Leipzigern 2016 der Aufstieg in die Bundesliga – als Tabellenzweiter hinter dem SC Freiburg. Gleich in der ersten Saison in der höchsten deutschen Spielklasse wurde das Team unter Trainer Ralph Hasenhüttl mit begeisterndem Offensivfußball überraschend Vizemeister hinter dem FC Bayern München. Die Mannschaft um Kapitän Dominik Kaiser und Top-Angreifer Timo Werner schaffte damit auf Anhieb die Qualifikation für die UEFA Champions League.
RB Leipzig hat auch eine Frauenfußballabteilung, die seit der Saison 2016/17 besteht. Die 1. Frauenmannschaft spielt seit dem Aufstieg 2023 in der Bundesliga. Sie trägt ihre Heimspiele am Cottaweg aus.
RB Leipzig in der UEFA Champions League
Seine Premiere in der Königsklasse feierte RB Leipzig am 13. September 2017 in der heimischen Red Bull Arena beim 1:1 gegen AS Monaco. Seitdem gehören die Leipziger zu den Stammgästen in der Champions League. Das Highlight erlebten sie in der Saison 2019/20 unter Trainer Julian Nagelsmann, als sie beim Finalturnier in Lissabon das Halbfinale erreichten. In der Runde der besten Vier musste sich RBL dann mit 0:3 Paris St. Germain geschlagen geben.
Ralf Rangnick: Baumeister des Erfolges
Ralf Rangnick wird als „Baumeister“ des Erfolges bezeichnet. Schließlich führte er RB Leipzig in seiner siebenjährigen Amtszeit von 2012 bis 2019 als Sportdirektor von der Regionalliga bis in die UEFA Champions League. 2016 gelang es ihm als Trainer, den Verein in die Bundesliga zu führen sowie 2019 – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte – in das DFB-Pokal-Finale. Letzteres ging mit 0:3 gegen den FC Bayern München verloren. Ralf Rangnick formte während seiner Zeit in Leipzig nicht nur die Mannschaft, sondern entwickelte auch den gesamten Verein zu einer der besten Adressen in Deutschland. Im Sommer 2019 verließ Ralf Rangnick Leipzig und wurde Head of Sport and Development Soccer bei der Red Bull GmbH.
Kimmich, Gvardiol und Co.: Junge Spieler werden entwickelt
Rangnicks Philosophie, junge unbekannte Spieler zum Verein zu holen und diese schrittweise weiterzuentwickeln, wird nach wie vor umgesetzt. RB Leipzig ist längst auch weltweit als Sprungbrett für junge Spieler bekannt. So schaffte der kroatische Abwehrspieler Josko Gvardiol (seit 2023 bei Manchester City) in Leipzig ebenso seinen Durchbruch in die Weltspitze wie der ungarische Offensivspieler Dominik Szoboszlai (seit 2023 beim FC Liverpool). Auch Nationalmannschafts-Kapitän Joshua Kimmich spielte von 2013 bis 2015 bei RB Leipzig und legte hier die Grundlagen für seine erfolgreiche Karriere in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern München. In den vergangenen Jahren wurde bei Transfers auch immer wieder die Nähe zum „Schwesternklub“ RB Salzburg genutzt. Zwischen 2011 und 2023 wechselten insgesamt 20 Spieler aus Salzburg nach Leipzig, darunter Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Nicolaus Seiwald und Benjamin Šeško.
Zahlreiche treue Spieler
Ebenfalls auffällig ist, dass das Gerüst der Bundesliga-Mannschaft bereits seit vielen Jahren bei RB Leipzig spielt. So kickte der dänische Angreifer Yussuf Poulsen von 2013 bis 2025 bei RBL und ging den Weg des Vereins von der 3. Liga bis in die Champions League mit. Weitere Spieler, die in den vergangenen Jahren längst zu Vereinslegenden geworden sind, sind Willi Orban (seit 2015 in Leipzig), Lukas Klostermann (seit 2014) oder Péter Gulácsi (seit 2015).
Heimspiele in der Red Bull Arena
Seit 2010 trägt RB Leipzig seine Heimspiele in der Red Bull Arena aus. In den vergangenen Jahren wurde die Kapazität des Stadions schrittweise erweitert. Aktuell finden hier bei nationalen Wettbewerben 47.069 Fans Platz. Bei internationalen Spielen – Europapokal oder bei Länderspielen – stehen 42.600 Plätze zur Verfügung.
Proteste gegen RB Leipzig
Aufgrund des finanzkräftigen Hauptsponsors, der speziellen Vereinsstrukturen und der noch fehlenden Tradition sieht sich RB Leipzig in Deutschland immer wieder scharfen Protesten anderer Vereine und deren Fans ausgesetzt. Vor allem bei den Anhängern der sogenannten Traditionsklubs ist RB Leipzig als „Marketinginstrument von Red Bull“ oder „Dosenklub“ verschrien. Sie machen ihre Ablehnung des Vereins mithilfe von Bannern, Schweigeminuten und Sprechchören deutlich.
Red Bull Akademie – Ausbau des Vereinsgeländes am Cottaweg
Das Trainingszentrum von RB Leipzig, damals vier Rasenplätze und zwei Kunstrasenplätze, wurde am 14. August 2011 eröffnet. Der Bau der Red Bull Akademie, die sich direkt neben der Red Bull Arena befindet, begann im Januar 2014. Im September 2015 zogen bereits die erste Mannschaft und fünf Jugendmannschaften in das Leistungs- und Trainingszentrum am Cottaweg ein. Damit dieses erweitert werden kann, hat die Stadt dem Verein für den Festplatz, auf dem derzeit noch zweimal im Jahr die Leipziger Kleinmesse stattfindet, ein Erbbaurecht eingeräumt. Der Vertrag sieht vor, dass RB Leipzig das ca. 47.000 Quadratmeter große Areal ab 1. Januar 2032 bis 2063 zur Erweiterung des Trainingszentrums nutzen kann, während die Kleinmesse bis 2031 Bestandsschutz genießt und für sie eine Ersatzfläche gesucht wird.
Erfolgreicher Weg
Die größten Erfolge in der jungen Geschichte von RB Leipzig sind die Gewinne des DFB-Pokals 2022 und 2023 sowie der Gewinn des DFL-Supercups 2023. Beim völlig verdienten 3:0 Supercup–Sieg vor 75.000 Fans in der ausverkauften Münchner Arena überzeugte aufseiten des sächsischen Fußball-Bundesligisten vor allem der spanische Nationalspieler Dani Olmo, dem drei Tore gelangen.
Stand: 30.04.2025














