Bildlexikon Leipzig

Spottrelief

Katharinenstraße 11
Ortsteil: Zentrum

Im Innenhof des 1706/07 durch Gregor Fuchs erbauten Fregehauses befindet sich ein Leipziger Spottbild aus der Reformationszeit. Die Herkunft des Reliefs aus dem Jahr 1535 ist ungewiss. Es dürfte Bestandteil eines Architekturteiles gewesen sein, das vermutlich noch vom 1535 errichteten Vorgängerbau des Fregehauses stammt. Nach dessen teilweisen Abriss wurde es wahrscheinlich in den 1707 eröffneten Neubau integriert. Gefunden wurde das Spottrelief bei Sanierungsarbeiten in den 1980er Jahren am südlichen Seitengebäude. Das Relief besteht aus Sandstein und besitzt eine Größe von 70 x 46 cm. Es ist eine volkstümliche Bildhauerarbeit, die eine ungewöhnliche Komposition besitzt, denn die abgebildeten Figuren reichen in zeittypischer Weise über die Kehle des Rahmens hinaus. 

Bei der Interpretation der dargestellten Personen gibt es mehrere Deutungsversuche. Die links abgebildete Person könnte Papst Leo X. sein, der mit einer Tiara bekrönt ist. Ihm rechts gegenüber vermutet man Kaiser Karl V., unter dem Martin Luther in Mönchskleidung liegt. In einer anderen Version wird die bürgerlich gekleidete rechte Person mit Philipp Melanchthon identifiziert, der gegenüber dem Papst Luthers Stelle einnimmt und sich über dem Mönch und Ablasshändler Johann Tetzel erhebt. Da, außer dem Papst, die beiden anderen Personen nicht klar identifizierbar sind, sind beide Versionen anfechtbar. Für das zur damaligen Zeit vorprotestantische Leipzig existiert noch eine dritte Version. Dabei stellt der Mann mit dem roten Barett einen Bürger oder Gelehrten dar, der eine antimönchische Meinung vertritt. Es könnte sich in diesem Fall auch um die politische Meinung des wahrscheinlichen Bauherrn Lucas Straube d. Ä. handeln. 

Bei der Restaurierung des Reliefs Anfang der 1980er Jahre stieß man nach der Entfernung von sieben Übermalungsschichten auf die ursprüngliche Farbfassung. Die Restauratoren entschieden sich für die Rekonstruktion dieser Fassung, ohne den Zustand der Alterung ganz zu vernachlässigen. Die ursprüngliche Bemalung bestand aus kräftigen, leuchtenden Farben.

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Max Abraham und Henri Hinrichsen – Gedenktafel

Talstraße 10 – Grieg-Begegnungsstätte
Ortsteil: Zentrum-Südost

An der rechten Seite des Haupteingangs Talstraße 10 befindet sich eine Gedenktafel aus Kunststoff, die die beiden Verleger Max Abraham und Henri Hinrichsen des traditionsreichen Musikverlags C. F. Peters mit dem folgenden Text ehrt:

„In diesem Haus, erbaut 1874 von dem Architekten / des Bayreuther Festspielhauses Otto Brückwald / für den Musikverlag C. F. Peters, wohnten und arbeiteten / die Eigentümer und Leiter des Verlags / 

Dr. jur. Max Abraham (1831 bis 1900) und Dr. phil. h.c. Henri Hinrichsen (1868 bis 1942, ermordet im Konzentrationslager Auschwitz) /

Sie verbanden ihr weltweites Wirken mit nachhaltigem / kulturellen und sozialen Einsatz für die Stadt Leipzig.“

Max Abraham wurde 1863 Teilhaber des seit 1860 von Julius Friedländer geführten Musikverlags C.F. Peters in Leipzig und übernahm diesen Verlag 1880 als alleiniger Inhaber.Zu seinen großen Erfolgen zählt die Publizierung der Notenreihe Edition Peters. Er brachte Werkausgaben von Komponisten zu günstigen Preises heraus und machte sie damit einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich. Sein Neffe Henri Hinrichsen wurde 1894 Teilhaberdes Verlags. 

Beide waren große Förderer des norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Dieser kam mit 15 Jahren nach Leipzig, um am Konservatorium zu studieren. Noch als Student bot er Abraham seine frühen Kompositionen an. Dieser erkannte die große Begabung Griegs und druckte dessen Musikstücke. In seinem Verlagshaus stand immer eine Wohnung für Edvard Grieg und seine Frau Nina Hagerup bereit. Abraham organisierte für ihn auch Konzertauftritte in europäischen Metropolen. Es entwickelte sich eine feste Freundschaft, die sein Nachfolger Henri Hinrichsen weiterführte. So ist es nicht verwunderlich, dass Grieg mit dem Leipziger Musikverlag C. F. Peters 1889 einen Vertrag schloss, der diesem das alleinige Recht der Veröffentlichung seiner Werke einräumte.

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Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen – Bodentafel

Markt
Ortsteil: Zentrum

Die Entwicklung Leipzigs wurde bereits im Mittelalter ganz entscheidend von Händlern und Kaufleuten geprägt, die ihre Waren von weither nach Leipzig brachten und dort auf regionalen Märkten handelten. Sie reisten entlang der beiden Fernhandelswege Via regia und Via imperii, die sich bei der slawischen Siedlung urbs Libzi (Lipa = Ort bei den Linden) kreuzten. Der Schnittpunkt dieser beiden bedeutenden Handelsstraßen sorgte für den entscheidenden Impuls, dass Leipzig sich als Handelsplatz etablierte.

Seit dem 28. April 2017 erinnert auf dem Markt eine bronzene Bodentafel an „Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen“. Diese befindet sich vor der Alten Waage und zeigt den Verlauf der Via Regia und Via imperii durch Mitteleuropa sowie durch den spätmittelalterlichen Stadtgrundriss Leipzigs mit seinen Stadttoren. Die Leipziger Messewird durch den römischen Gott Merkur symbolisiert. Den Entwurf für die rund einen mal einen Meter große Tafel schuf der Leipziger Künstler Heinz-Jürgen Böhme. Gegossen wurde sie von der Bronzebildgießerei Noack. Die Kosten von 15.000 Euro wurden anteilig über das EU-Projekt „Via Regia Plus“ und die Stadt Leipzig finanziert.

Auf der repräsentativen Bodentafel, die als informativer Zwischenstopp bei Stadtführungen gern genutzt wird, befindet sich in deutscher und englischer Sprache folgender Text: „Die Via Regia (Königsstraße) war vom späten Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert die wichtigste Verbindung zwischen West- und Osteuropa. Hier in Leipzig kreuzte sie die Via Imperii (Reichsstraße), die in Nord-Süd-Richtung verlief. Mit dem Bau der Waage wurde der Markt Schnittpunkt beider Handelsstraßen.“ 

Im heutigen Stadtbild ist die geschichtliche und europäische Bedeutung dieser jahrhundertealten Verbindungen kaum noch erkennbar. Deshalb wurden im Jahr 2013 in der Innenstadt im Umfeld der ehemaligen Stadttore Grimmaisches TorPeterstorRanstädter Tor und Hallisches Tor die Straßennamen mit Zusatzschildern der Handelsstraßen ergänzt. 

Nachdem in Leipzig zwischen 1265 und 1270 eine Stadtmauer errichtet wurde, rückte die Via regia an die nördliche Peripherie der Stadt und verlor so den Charakter einer Durchgangsstraße. Der in das Stadtgebiet einbezogene Teil der Via regia trug später den Namen Brühl. Im Gegensatz dazu büßte die noch heute in Leipzig existierende Reichsstraße weder ihren Namen noch ihre ursprüngliche Bedeutung ein. Betrachtet man den aktuellenStraßenverlauf, dann ist Leipzigs erste Kreuzung die von Reichsstraße und Brühl. 

Die Via regia (lat. für Königliche Straße oder Königlicher Weg) war im Mittelalter und der frühen Neuzeit eine bedeutende Fernhandelsstraße sowie im Heiligen Römischen Reich eine wichtige Militärstraße und ein Pilgerweg. Sie verlief west-östlich von Santiago de Compostela bis nach Kiew und verband das Rheinland über Frankfurt am Main und Leipzig mit Schlesien. Die Via regia ist seit 2005 als Kulturweg des Europarats anerkannt.

Die Via imperii (lat. Reichsstraße bzw. die Straße, die vom Reiche kommt) gilt als eine der ältesten Fernhandelsstraßen und führte in Nord-Süd-Richtung von Stettin über Wittenberg, Leipzig, Bayreuth und Innsbruck bis nach Rom. Möglicherweise begann sie schon von Danzig oder Königsberg aus. In Leipzig verlief die Via imperii zunächst entlang der Petersstraße zum Markt und führte durch die Hainstraße bis zum heutigen Richard-Wagner-Platz, damals der Standort des ersten slawischen Markts.

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Grieg-Büste

Talstraße 10 – im begrünten Innenhof
Ortsteil: Zentrum-Südost

Am 19. September 2009 wurde die vom Leipziger Gewandhausmusiker und Künstler Felix Ludwig gestaltete bronzene Grieg-Büste feierlich im Garten der Grieg-Begegnungsstättein der Talstraße 10 eingeweiht. Die Kosten für die Herstellung übernahm der ehemalige Gewandhauskapellmeister Herbert Blomstedt. Der in den USA geborene und in Schweden aufgewachsene Dirigent fühlt sich dem norwegischen Weltbürger Edvard Grieg eng verbunden. 

Den Guss der Büste fertigte Bert Noack von der Bronzegießerei Noack an und montierte diese auf dem Sockel, den der Norweger Karl-Heinz Schmitz und seine Gattin Kristin Schröder stifteten. Angefertigt wurde er bei der Sächsischen Sandsteinwerke GmbH. 

Die Eröffnung erfolgte im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung durch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, der die Büste gemeinsam mit Hella Brock, Ehrenpräsidentin der Grieg-Begegnungsstätte Leipzig e.V. und dem damaligen PräsidentenGünter Neubert enthüllte.

Bei den Eröffnungsreden wurde besonders Edvard Griegs Wirken als Europäer hervorgehoben. Er wurde in Norwegen geboren, studierte in Deutschland, lernte in Dänemark seine Frau Nina kennen, feierte in europäischen Metropolen wie Paris, London, Kopenhagen, Brüssel große Konzerterfolge und weilte immer wieder gern in Leipzig. Hier genoss er die Gastfreundschaft von Max Abraham und Henri Hinrichsen, Inhaber des Musikverlags C. F. Peters.

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Gedenktafel zur Einführung der Reformation

Thomaskirchhof 18
Ortsteil: Zentrum

Das wichtigste Denkmal der Lutherzeit ist in Leipzig die Thomaskirche, die bis zur Einführung der Reformation Stiftskirche der Augustiner Chorherren war. An einem Pfeiler im Mittelschiff der Thomaskirche ist eine bronzene Gedenktafel mit erhabenen Versalien im Laubenkranz eingelassen. Auf der 61 x 42 cm großen Schrifttafel steht folgender Text: „Hier predigte D. Martin Luther bei der Einführung der Reformation a. Pfingstmontag 1539“.

Am 7. Juni 1519 hatte in der Thomaskirche die Leipziger Disputation mit einem Gottesdienst begonnen, bei der der Thomanerchor unter Leitung des Kantors Georg Rhau eine 12stimmige lateinische Messe sang. Zwanzig Jahre später, am 25. Mai 1539, war es soweit. Die neue christliche Lehre hatte sich in Sachsen durchgesetzt und Martin Luther predigte zur Einführung der Reformation in der überfüllten Thomaskirche. Das Interesse war so groß, dass Unentwegte sogar von außen Leitern an die Kirchenfenster anlegten, um den Worten des Reformators zu lauschen. Eine Legende ist jedoch, dass Luther von der sogenannten Lutherkanzel in der Nikolaikirche zu den Gläubigen gesprochen haben soll. 

Mit der Einführung der Reformation erlebte die Thomaskirche einen Bildersturm, bei dem das Inventar aus der römisch-katholischen Zeit beseitigt wurde. Zahlreiche Altäre wurden abgebrochen sowie Reliquien und Heiligenbilder entfernt. 

Neben der Gedenktafel erinnern in der Thomaskirche weiterhin das Bleiglasfenster in der südlichen Kirchenseite mit der Darstellung Martin Luthers sowie das Sandsteingrab der Apollonia von Wiedebach an die Reformation. Letztere gründete eine Stiftung, mit der ein Prediger des Evangelismus bezahlt werden konnte.

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Edvard Grieg – Gedenktafel

Talstraße 10 – Grieg-Begegnungsstätte
Ortsteil: Zentrum-Südost

Im Seeburgviertel befindet sich das Verlagshaus des Musikverlags C. F. Peters, in dem der norwegische Nationalkomponist Edvard Grieg oft zu Gast war. In der Dachwohnung komponierte er im Jahr 1888 die 1. Peer-Gynt-Suite. Sein bis heute populärstes Werk wurde am 1. November 1888 unter der Leitung von Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke im Gewandhaus zu Leipzig uraufgeführt. Leipzig blieb zeitlebens Griegs zweite Heimat. Besonders das reiche Musikleben der Stadt faszinierte ihn. So schrieb er: „Die Musik ist hier in den Häusern, in den Straßen, in den Herzen, in den Gesichtern, überall in der Luft, wo ich hinsehe.“

Neben dem Haupteingang des 1873 bis 1874 erbauten Wohn- und Geschäftshauses befindet sich links eine Gedenktafel zu Ehren des norwegischen Komponisten. Sie besteht aus Kunststoff und enthält den Text: 

Edvard Grieg

(1843 bis 1907)

weilte hier von 1876 bis zu seinem Todesjahr oft in / Begleitung seiner Frau, der Sängerin Nina Grieg, / als Gast seiner Verleger / Max Abraham und Henri Hinrichsen. / Hier entstand 1888 seine berühmte 1. Peer-Gynt-Suite.

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Bachtaler

Thomaskirchhof 11 und Nikolaistraße 3 (Café Kandler)
Ortsteil: Zentrum

Der original Leipziger Bachtaler wird nur von den Konditoren des Café Kandler hergestellt und ist in den Filialen am Thomaskirchhof 11 und in der Nikolaistraße 3 erhältlich. Kreiert wurde die süße Köstlichkeit im Jahr 1999 anlässlich des bevorstehenden Bachjahres „Bach 2000“. Während dieses Festjahres erinnerte Leipzig mit vielen Aktivitäten an den 250. Todestag von Johann Sebastian Bach.

Der Bachtaler repräsentiert beste sächsische Konditorkunst und besteht aus einer Kuvertüreschale, die mit einer Canachecreme – einer harmonischen Verbindung aus Sahne und Buttercreme – gefüllt wird. Ergänzt wird die Füllung durch einen Moccanougat. Als Referenz an die Kaffeesachsen und an Leipzig als Zentrum der Kaffeehauskultur, befindet sich in der Mitte des Bachtalers eine Kaffeebohne. Wenn man diese zerbeißt, verbreitet sich im Mund ein angenehmer Kaffeegeschmack. Deshalb passt es gut, wenn man die süße Spezialität zusammen mit einer Tasse Kaffee genießt. Alle Zutaten des Bachtalers werden von einem Haselnussmürbeteig bedeckt. 

Der Bachtaler wird vom Café Kandler als Einzelexemplar oder in einer größeren Stückzahl in verschiedenen Geschenkverpackungen verkauft. Auf der Vorderseite befindet sich das berühmte Bach-Porträt, das Elias Gottlob Haussmann in zwei Fassungen 1746 und 1748 als Ölgemälde malte. Das Porträt von 1746 wird im Stadtgeschichtlichen Museum Leipziggezeigt. Das Bach-Porträt von 1748 gelangte 2014 aus Privatbesitz ins Bach-Museum Leipzig und wird dort in der „Schatzkammer“ ausgestellt.

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Robert Blum – Gedenktafel

Markt 1 – Altes Rathaus
Ortsteil: Leipzig-Mitte (Zentrum)

Anlässlich des 100. Todestags von Robert Blums wurde am 9. November 1948 am Alten Rathaus links neben dem Haupteingang eine bronzene Gedenktafel angebracht. Sie besitzt eine Größe von 48 x 72 cm und enthält den Text: „1848 – 1948 Robert Blum Dem Kämpfer für ein geeintes demokratisches Deutschland zum Gedenken. Vom Balkon des Alten Rathauses entflammte Robert Blum seine Mitbürger für die demokratischen Ideale“. 

Hinter der Gedenktafel wurde eine Urne mit Erde aus seinem Grabe in Wien versenkt. 

Der wortgewandte Robert Blum gilt als Märtyrer der deutschen Revolution von 1848/49. Er war Begründer des Leipziger Schillervereins, Leipziger Stadtverordneter und Nationalvertreter in der Frankfurter Paulskirche. Am 13. August 1845 sprach er vom Balkon des Alten Rathauses zu den aufgebrachten Leipzigern und mahnte sie zur Besonnenheit. Am Abend zuvor war es beim Besuch von Prinz Johann von Sachsen, der die Leipziger Kommunalgarde inspizierte, zu Unruhen gekommen. Nachdem er acht vermeintliche Unruhestifter erschießen ließ, hatte es massive Proteste gegeben. 

Bildergalerie - Robert Blum – Gedenktafel

Historisches Bildmaterial - Robert Blum – Gedenktafel

Mendelssohn-Denkmal in Leipzig

Dittrichring – gegenüber Westportal der Thomaskirche (Mendelssohn-Portal)
Ortsteil: Zentrum

Das Mendelssohn-Denkmal ehrt den Komponisten und ehemaligen Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy. Es wurde am 18.10.2008 gegenüber der Thomaskirche als detailgetreue Replik jenes Denkmals aufgestellt, das der Bildhauer Werner Stein entworfen hatte und das sich von 1892 bis 1936 an der Ostseite des alten Gewandhauses befand. Da Mendelssohn Bartholdy während der Nazi-Zeit als Jude galt und „verfemt“ war, ließ Leipzigs stellvertretender Bürgermeister Rudolf Haake in der Nacht zum 10.11.1936 das Denkmal abreißen. Damit opponierte er gegen Bürgermeister Carl Friedrich Goerdeler, der den Abriss nicht wollte. 

Auf Initiative von Kurt Masur und Wolfgang Tiefensee wurde 2003 die Wiederrichtung des kulturhistorisch wertvollen Denkmals beschlossen. Der Guss der drei Meter hohen Bronzestatue erfolgte in der Kunstgießerei Lauchhammer. Auf der Rückseite des Denkmal-Sockels befindet sich die Inschrift „Edles nur künde die Sprache der Töne“. An den Seiten symbolisieren zwei Medaillons die kirchliche und weltliche Musik. Euterpe, die Muse der Musik, sitzt auf den Stufen, begleitet von je zwei musizierenden Engeln.

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Historisches Bildmaterial - Mendelssohn-Denkmal in Leipzig

Max Klinger – Gedenktafel in Leipzig

Petersstraße 48
Ortsteil: Zentrum

Im Jahr 2007 feierte die Stadt Leipzig mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm den 150. Geburtstag von Max Klinger. Als würdiger Abschluss des Jubiläumsjahrs wurde am 18. Februar 2008 am Gebäude Klingers Haus durch Kulturbürgermeister Georg Girardet und Hans-Werner Schmidt, Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig, feierlich eine Gedenktafel für Max Klinger enthüllt. Sie soll daran erinnern, dass hier ehemals das Haus stand, in dem der bedeutende deutsche Maler und Grafiker Max Klinger am 18. Februar 1857 geboren wurde. Die Gedenktafel gestaltete der Leipziger Künstler Otto Berndt Steffen als Heliogravur. Dafür verwendete er ein Motiv aus Max Klingers Radierung „Der Philosoph“. Die Finanzierung erfolgte durch die Stadt Leipzig im Rahmen des Haus- und Gedenktafelprogramms des Kulturamtes sowie durch eine Spende der Leipziger Volkszeitung

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